1. Zuerst Vertrag und Übergabeunterlagen prüfen
Der Begriff „besenrein“ sagt allein wenig über den erwarteten Zustand aus. Prüfen Sie Mietvertrag, Übergabeprotokoll vom Einzug und schriftliche Vereinbarungen. Halten Sie Rückfragen an Vermieter oder Hausverwaltung ebenfalls schriftlich fest.
- Welche Einbauten bleiben in der Wohnung?
- Müssen eigene Montagen entfernt werden?
- Gibt es Vorgaben zu Wänden, Bohrlöchern oder Boden?
- Wann und mit wem findet die Übergabe statt?
2. Reparatur und Reinigung trennen
Reinigung beseitigt Schmutz, aber keine Schäden. Kratzer im Boden, kaputte Dichtungen, Schimmelursachen oder beschädigte Beschichtungen sind keine normalen Reinigungsarbeiten. Wer beides vermischt, plant oft zu wenig Zeit ein.
3. Wohnung vollständig zugänglich machen
Kartons, lose Gegenstände und nicht übernommene Möbel sollten vor der Endreinigung entfernt sein. Strom und Wasser werden bis nach der Reinigung benötigt. Prüfen Sie außerdem Schlüssel, Lift, Ladezone und Parkmöglichkeit.
4. Raum für Raum kontrollieren
- Küche: Arbeitsflächen, Spüle, Schränke, Herd und vereinbarte Geräte
- Bad und WC: Kalk, Armaturen, Fugen, Spiegel und Ablagen
- Wohnräume: Böden, Sockelleisten, Türen, Schalter und Heizkörper außen
- Fenster: Glas, Rahmen und Fensterbänke im vereinbarten Umfang
- Nebenräume: Balkon, Keller oder Abstellraum nicht vergessen, wenn sie mitübergeben werden
5. Genügend Puffer vor dem Übergabetermin lassen
Planen Sie die Reinigung nicht bis zur letzten Minute. Falls ein Bereich länger dauert oder ein Zugang nicht funktioniert, bleibt sonst keine Zeit für eine Lösung. Bei professioneller Reinigung sollte der fixe Übergabetermin bereits bei der Anfrage genannt werden.
6. Zustand dokumentieren
Machen Sie nach der Reinigung gut beleuchtete Fotos der Räume und auffälligen Bereiche. Bei der Übergabe sollten Zählerstände, Schlüssel und vereinbarte Punkte im Protokoll festgehalten werden. Fotos ersetzen das Protokoll nicht, können aber den Zustand nachvollziehbar machen.